Rotrückenaras leben in Brasilien, rund um den Amazonas. Sie bevorzugen hohe Aeste und sind nur selten am Boden zu beobachten. Sie fressen hauptsächlich Früchte und Nüsse. Zum trinken und zur Kalkaufnahme kann man die edlen Papageien an Felswänden hängen sehen. Rotrückenaras fressen gerne, bei grossem Futterangebot sind sie aber verschwenderisch und lassen ungewollte Teile der Früchte einfach achtlos fallen. Futterzeit: Frühmorgens und abends Futterzusammensetzung: Ein Fertigfutter aus Sonnenblumenkernen, Kardisaat, Hanf, Buchweizen, Negersaat, harten Maiskörnern, Kürbiskernen und Hafer. Meist wird das Futter mit Mungobohnen, Knäckebrot, Hundeguetsli, getrockneten exotischen und heimischen Früchten und Zirbelnüssen angereichert, viermal pro Woche mit Frucht-Eifutter. Obst und Gemüse wird täglich angeboten, so zum Beispiel Apfel, Salatstorzen, Karotten, Stangensellerie, Dill, Petersilie, Sternfrucht, Pfirsich, Kirschen, Litschi etc. ... nicht jeder Ara mag dasselbe. Als Leckerbissen bieten wir Honigkräcker aller Art, Walnusshälften, etwas Haferflocken und weiches oder hartes Brot.
Papageien wischen sich den Schnabel am Ast ab, die Aeste an den Futtertrögen müssen daher fleissig gewaschen oder ausgewechselt werden. Wenn möglich dazu wöchentlich ein morscher Ast und viele frische Aeste mit Blättern oder Nadeln bieten, die Aras werden sich sehr freuen. Eine grosse Schale mit Vogelsand, rauhem und feinem Grit, gemischt mit etwas Vogelkohle steht stets zur Verfügung. Eine Schale mit frischem Wasser, wird täglich ausgewechselt, manchmal mit Vitamintropfen, ist immer vorhanden Verhalten:
Obwohl der Ara maracana zu den kleinen Vertretern seiner Art gehört und bei weitem nicht die Farbenpracht aufweist wie, z.B. der Ara ararauna oder der Ara macao; seine grossen Verwandten; so besticht er doch durch sein äusserst lebhaftes wie angenehmes Wesen. In einer Voliere zusammen mit anderen Papageien gehalten, sorgt er steht's für anregende Impulse. Selbst die sonst so "flugfaulen" Gelbscheitel-Amazonen (mit denen man ihn ausserhalb der Brutzeit problemlos zusammen halten kann) lassen sich von dieser Bewegungsfreudigkeit anstecken. Sie durchstreifen gemeinsam die Voliere. Es bereitet ihnen grosse Freude zusammen von einem Ast zum anderen zu jagen.
Ist der Maracana auch nahe verwandt mit den grössten der Papageien, so erinnert sein Fluggeschick doch eher an das eines Wellensittichs. In der richtigen Stimmung lässt er sich zu regelrechten Flugkapriolen hinreissen. Er schlägt Haken in der Luft, steigt mit hoher Geschwindigkeit senkrecht nach oben, um sich im gleichen Moment wie ein Stein nach unten fallen zu lassen und kurz vor dem Boden wieder eine plötzliche Wende in eine ganz andere Richtung zu vollziehen. Aus diesem Grund sollte man ihm eine Voliere gönnen, die den Raum bietet dieses Verhalten auszuleben.
Während der Eingewöhnungszeit sollte behutsam mit diesem Papagei umgegangen werden. Bald gewinnt er dann Vertrauen zu seinem neuen Zuhause und verliert schnell jede Scheu. Ein Maracana ist sehr sensibel für die Vorgänge in seiner Umgebung und versteht ob es gut um ihn bestellt ist. Bleiben ihm am Anfang schlechte Erfahrungen erspart, so hat man bald einen anhänglichen kleinen Freund. Von seiner hellen aber vollen Stimme, die im Tonfall bei ganz viel Phantasie- an die einer Dohle erinnert, wird man dann beim Betreten der Wohnung herzlich begrüsst.
Zu bemerken ist allerdings, dass sich der Maracana wesentlich lieber einem Artgenossen anschliesst. Aus diesem Grund sollte er nie einzeln gehalten werden und alsbald einen gleichaltrigen, möglichst gegengeschlechtlichen Partner zugesellt bekommen. Schwierigkeiten gibt es in dieser Hinsicht nur, wenn er jahrelang in "Einzelhaft" als Wohnzimmervogel verbracht hat und sein gesamtes Verhaltens- Repertoire auf den Menschen projiziert. Grundsätzlich soll gelten: Besser spät verpaart als nie! Die Zeiten der Einzelhaltung von Papageien muss endgültig der Vergangenheit angehören. Statt dessen sollten alle Möglichkeiten zum Erhalt dieser wunderbaren Vögel ausgeschöpft werden.
Der Ara maracana ist wahnsinnig neugierig. Fühlt er sich in seiner neuen Umgebung zuhause, so trifft man ihn oft auf dem Volierenboden an, wo er sich mit allem, was sich irgendwie bewegen, beknabbern oder transportieren lässt, ausgiebig beschäftigt. Diese Tatsache sollte Anlass dazu sein, immer darauf zu achten, dass sich keine verdorbenen Nahrungsreste auf dem Volierenboden befinden, da er auch diese nicht verschmäht. Überhaupt gibt es nichts wofür sich dieser kleine Kerl nicht interessiert. Alles in seiner Nähe scheint seine Aufmerksamkeit zu erregen. Kein Gegenstand bleibt unberührt alles wird mit dem Schnabel untersucht. Das macht sich zum Beispiel an einer Voliere in Holzbauweise binnen weniger Wochen deutlich bemerkbar. Doch sein amüsantes Verhalten, das oft an die Verspieltheit von Keas erinnert, ist Entschädigung genug für die vielen Ausbesserungsarbeiten.
Die Würze in der Harmonie eines Ara maracana Paares sind die kleinen Balgereien. Oft ist eine besonders saftige Weintraube oder auch nur ein kleiner Zweig der Anlass. Es geht dann "drunter und drüber". Beherrscht werden diese Rangeleien von dem äusserst sanftmütigen Wesen der Maracana. Sie sind nie heimtückisch oder hinterlistig; geschweige denn brutal. Eher pfiffig und einfallsreich, wenn es darum geht den begehrten Brocken zu erhaschen. Noch nie konnten wir beobachten, dass es zu wirklich ernsthaften Auseinandersetzungen kam. Am Ende fast jeder Rauferei folgt eine gemeinsame Gefiederpflege.